Seite 399 der Bibel
(2.Samuel 7,8-25)
 

Was bisher geschah… Gott verheisst David die ewige Königsherrschaft, sagt ihm, dass immer einer seiner Nachfolger auf dem Thron sitzen wird (by the way: das erfüllte sich in Jesus Christus, ein Nachfahre Davids und König der Könige!). Diese Nachricht haut David beinahe um! Wow! Womit habe ich das verdient? fragt er sich. Wieso gerade ich?

 

Wieso meine Familie? Ich bin doch nichts Besonderes – ich war ein Schafhirte und du hast mich dort weggeholt (V.8). Und du legst noch einen drauf und segnest nicht nur mich, sondern versprichst mir Sachen, die ich kaum fassen kann. „Deine Güte habe ich doch gar nicht verdient!“ (V.19b)
Dieser letzte Satz ist interessant. In der Hoffnung für alle hat es dazu eine Fussnote mit einer anderen Übersetzungsmöglichkeit: „Ist dies das Gesetz des Menschen?“ Ich habe mal nachgeschaut und das steht da wirklich. David fragt sich, ob so Menschen denken, handeln, ticken… Die Antwort darauf ist – nein! Menschen suchen sich nicht jemanden aus, der offensichtlich gar nicht die Qualifikation dazu hat, wenn sie eine grosse Aufgabe zu erledigen haben. Menschen machen keine stinkenden Schafhirten zu mächtigen Königen. Menschen sehen nicht auf das Herz, sondern lassen sich vom Äusseren blenden. Menschen setzen nicht noch einen drauf, wenn sie eigentlich schon genug Güte erwiesen haben. So sind Menschen nicht, so funktionieren Menschen nicht.
Aber so ist Gott! So ist Gott mit David! So ist Gott mit dir! Bei ihm heisst radikale Beziehung nicht, dass er das perfekte Gegenüber sucht, weil er perfekt ist (3.Mose 11,45). Nein, er nimmt uns an, weil wir das Zeichen von Jesus haben, weil wir durch ihn annehmbar geworden sind. Mehr noch: Er macht uns zu seinen Kindern (Röm 8,16), zu Königen und Priestern (1.Petr. 2,9) – jetzt und in Ewigkeit. Unglaublich! Das ist nicht das Gesetz der Menschen. Das ist Gottes Gesetz (des Geistes)!

 
 
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Vielleicht hast du auch den Eindruck, dass du es gar nicht wert bist mit Gott zusammen zu sein, von ihm gebraucht zu werden… Du hast Recht! Aber darum geht es gar nicht, denn dann würdest du so denken wie ein Mensch es tut. Gott sieht das anders…! Gerade durch deine Schwäche, kann und will er seine Stärke beweisen (2.Kor 12,9).
Nimm dir diese Woche Zeit, um nachzudenken, wo überall deine Schwachpunkte liegen, die Dinge, die du am liebsten verstecken und vergessen würdest (vielleicht gehörst du zu der Kategorie, die erst dann merkt, dass du es wirklich nicht verdient hast von Gott angenommen zu werden…). Das kann schmerzhaft sein – vielleicht macht es Sinn, wenn ein Freund oder eine Freundin das mit dir gemeinsam tut. Dann lies 2. Kor 4,7-11 und danke Gott dafür, dass er dich trotzdem und gerade deswegen brauchen kann. Staune über seine Liebe. Du hast zwar einen Sprung in der Schüssel, aber gerade durch die Sprünge kann Gottes Liebe, Kraft und Hoffnung zu den Menschen um dich herum fliessen.